Australien Grand Prix - Melbourne Rennen: 8 Fahrer des Tages: Norris Enttäuschung des Tages: Piastri Szene des Rennens: Beide Mclaren bekommen die Kurve nicht
1. Lando Norris wird Weltmeister 2. McLaren wird Konstrukteurs-Weltmeister 3. Es wird mindestens sechs verschiedene Sieger geben 4. Leclerc wird Hamilton im Teamduell knapp besiegen 5. Lawson wird gegen Verstappen das Teamduell klar verlieren 6. Sauber wird Letzter in der Konstrukteurs-Wertung 7. Tsunoda wird nach der Saison ohne einen Platz für 2026 sein 8. Alonso wird bei Aston Martin eher glücklos bleiben... 9. ... und trotzdem im teaminternen Duell vor Stroll landen 10. Russell wird hinter den McLaren-Piloten "Best of the rest"
Wenn man aus Sicht von Bayern München selber 0,0 xGoals vorzuweisen hat, mit Glück unentschieden spielt und trotzdem als gefühlter Sieger den Platz verlässt - dann kann man wohl sagen, die Meisterschaft ist zu ihren Gunsten entschieden, auch wenn das natürlich niemand der Münchner Offiziellen (mal abgesehen vom senilen Hoeneß vielleicht) öffentlich zugeben würde.
Ich habe für Alonso, Tsunoda, Piasrtri und Hamilton gestimmt.
Alonso als alter Haudegen ist für mich aus Nostalgie-Gründen schon fast ein muss. Ich finde es lustig, dass er die Rolle des "Bösewichts" in der Formel1 auch so selbstironisch angenommen hat, da gab es ja mal ein lustiges Interview mit ihm vor gar nicht allzu langer Zeit. Bezüglich Hamilton freut es mich allein schon, dass er sein silbernes Nest endlich verlassen hat und sich nochmal einer neuen Herausforderung widmet. Von mir aus kann er ruhig nochmal Weltmeister werden.
Explizit unsympathisch sind mir nur Stroll und Verstappen. Ja, letztgenannter ist sportlich herausragend und seine risikofreudige Fahrweise ist spektakulär und sehenswert, grundsätzlich ist es auch gut wenn jemand kein glattgebügelter, steriler Medien-Profi ist, aber seine doch sehr permanenten Beleidigungen in Richtung anderer Fahrer gehen mir einfach zu weit. Ja, stur und uneinsichtig waren viele erfolgreiche Fahrer, aber bei niemandem wirkte es so dermaßen infantil und verzogen wie bei Verstappen. Für mich wirkt er immer noch wie ein kleiner Junge im Körper eines erwachsenen Mannes, wenn auch mit herausragenden fahrerischen Fähigkeiten.
Zitat von Pabig im Beitrag #520Nach der Form von 2024 zu urteilen sollte Leclerc aber schon der favorisierte der Ferrari Piloten zu sein. Leclerc war ja vor allem zu Saisonende richtig gut drauf und Hamilton haderte viel mit sich selber. Sehe da noch nicht, wie er das Teamduell auf seine Seite ziehen will. Aber er ist nicht umsonst siebenfacher Weltmeister und kann uns da natürlich auch überraschen.
Also wenn du damit meinst, dass man als Fan hinsichtlich des Teamduells bei der Scuderia für die kommende Saison Leclerc favorisieren sollte, könntest du recht haben. Aus Sicht des Teams wäre es aber grober Unfug, einen siebenfachen Weltmeister innerhalb des Teams nicht mindestens gleichwertig zu betrachten. Du holst dir Hamilton, auch wenn er zuletzt haderte, sicher nicht als Nr. 2. Möglich, dass es schnell zu einer Krise und Verstimmungen innerhalb des Teams kommen könnte, sollte es mal Ferrari-typisch etwas chaotisch zugehen und Hamilton sich öffentlich darüber angefressen äußern, aber zu Beginn dieser Läsion wird sicher jeder bei Ferrari alles geben, um Hamilton bestmöglich zuzuarbeiten. Er kommt als absoluter Superstar.
Zitat von Pabig im Beitrag #1788 von 20 Piloten im 2025er Grid haben oder, im Falle von Isack Hadjar, werden ihr Debüt für das ehemalige Minardi Team gegeben haben. Fernando Alonso, Carlos Sainz Jr., Max Verstappen, Alexander Albon, Pierre Gasly, Yuki Tsunoda, Liam Lawson und eben dann Isack Hadjar debütierten alle in einem Auto aus Faenza.
Anstatt "für Minardi" wäre passender "für das RB-Juniorenteam". Mit Minardi hatte ja nur noch Alonso was zu tun. Alle anderen genannten kamen aus dem Juniorenprogramm von Red Bull, bzw debütierten für jene.
Wobei es diese Diskussionen bei diesen Themen ja immer wieder in der Community gibt, inwieweit man die "Vorgängerteams" zu den Statistiken eines Teams dazuzählen kann. Find ich an sich auch ein spannendes Thema, auch wenn so ein bisschen eine Glaubensfrage ist die jeder für sich beantworten muss^^ Ich finde so wie es Pabig schreibt aber in Ordnung, es war ja auch immerhin das Vorgängerteam. (auch wenn Red Bull da in Sachen Infrastruktur & Personal wirklich sehr viel geändert hat, der einzig radikalere Teamumbau den ich kenne war Tyrell --> BAR 1998)
Da wäre ich aber eher bei Basti. Im Grunde war es doch damals bei Toro Rosso schon direkt so, dass man es schon nicht mehr vergleichen konnte mit dem ehemaligen Minardi-Team. Klar, das Budget war sicher ein anderes als das eigentlichen Red Bull-Teams, aber mit dem Minardi-Team, dass Saison für Saison am Existenzminimum ums überleben kämpfte, hatte man durch die Übernahme des Brausekonzerns doch eigentlich auch nur noch den Werksstandort gemein. Das zeigt ja allein der Umstand, dass man regelmäßig auf die Vorjahres-Chassis von Red Bull zurückgreifen konnte - immerhin entworfen von Adrian Newey. Damals war ich auch begeistert, als Vettel im Toro Rosso in Monza gewonnen hat, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, wie auch James Allen es britischen TV ( damals quasi das englische Äquivalent zu Heiko Waßer) als einen Sieg in einem Auto mit Minardi-DNA beschrieb und ich finde rückblickend, dass es schon damals ein total romantisierender, unpassender Vergleich war.
Beim Red Bull-Haupt-Team hat doch auch nie jemand gesagt, dass das noch irgendwas mit Stewart zu tun hat.
Will die Statistik die Pabig da genannt hat nicht zu madig reden, aber es ist schon etwas weit hergeholt.
Kann bei YouTube den Kanal "The Mobile Chicane" nur wärmstens empfehlen. Widmet sich gut recherchierten Themen vergangener Formel1-Tage, hauptsächlich Themen die heutzutage in Vergessenheit geraten sind oder eher unter dem Radar fliegen. Wer also schon immer mal wissen wollte welche Probleme Mark Webber damals bei Williams hatte, wieso Jaguar gescheitert ist oder was eigentlich mit Ricardo Rosses loswahr - dieser eher unbeachtete Kanal gibt einen Einblick in all diese Themen.
Zum Einstieg empfehle ich mein persönliches Lieblingsvideo über die eher tragkomödiantische Formel1-Karriere des einzig wahren Jean-Denis Deletraz: https://www.youtube.com/watch?v=6we18lfdpwY&t=6s
Lewis Hamilton zu Ferrari ist wohl der heißeste Fahrerwechsel in der Formel1 seit langem, der letzte Wechsel auf diesem Niveau der mir in den Sinn kommt dürfte wohl Vettel 2015 gewesen, damals ja bekanntlich ebenfalls zur Scuderia. Ansonsten war es wohl Hamilton selbst, der 2013 mit seinem damals doch eher unerwarteten Wechsel von McLaren zu den Silberpfeilen letztmalig für derart Furore in diesem Bereich gesorgt hat. Gut, dass er nach seiner langen erfolgreichen Zeit bei Mercedes dann doch nochmal Mut zu einem Tapetenwechsel hat, denn das Bild eines siegenden Lewis Hamiltons in Silber, umgarnt von Toto Wolff hat sich über die zahlreichen Jahre für mich dann doch ziemlich abgenutzt. Unabhängig davon, dass es mit den Siegen zuletzt immer seltener geklappt hat und das vielleicht auch der ausschlaggebende Punkt für ihn gewesen sein könnte, den Angriff auf seinen achten WM-Titel bei der Scuderia anzugehen.
1. Russell wird mindestens drei Rennen gewinnen 2. … und trotzdem gegen Hamilton in der Gesamtwertung unterliegen 3. Haas wieder sportliches Schlusslicht 4. Vettel wird Stroll deutlich schlagen 5. mindestens fünf weitere Fahrer (neben Vettel) werden Corona-bedingt kurzfristig ausfallen 6. mindestens eine Innovation die im Zuge der Regeländerung kam wird verboten 7. Verstappen wird den Titel nicht verteidigen 8. Perez bleibt zweite Geige bei Red Bull 9. Ricciardo und Norris in etwa gleichauf 10. mindestens drei Regenrennen
Wie schon so oft in letzter Saison, die meiner Meinung nach trotz der geringen Spannung in der WM, von einigen wirklich guten, einzelnen Rennen geprägt war das mal wieder ein Formel1-Rennen, das nicht enttäuscht hat. Der Startunfall, bei dem einem vor allem Verstappen natürlich leid tun kann, gefolgt von diesem Novum von Restart, der anschließenden Aufholjagd Hamiltons die im Duell mit Alonso gipfelte, sowie das Duell an der Spitze zwischen Vettel und Ocon haben das Rennen doch zu einer sehr unterhaltsamen Nummer gemacht. Konnte es leider nicht live sehen, aber unterwegs ständig auf den Ticker geschaut und abends sehnsüchtig die Highlights erwartet und wurde von den Bewegtbildern dann auch wie erwartet nicht enttäuscht.
Ich würde mich freuen, wenn er das Feld nochmal richtig aufmischen könnte, allerdings rechne ich leider nicht damit, dass er über einzelne Glanzlichter und Achtungserfolge hinaus kommen wird. Auch er wird mit dem zunehmenden Alter und den schlechter werdenden Reflexen zu kämpfen haben. Sollte es ganz anders kommen als von mir erwartet und ausgerechnet er schafft es, die Dominanz von Hamilton zu durchbrechen bin ich darüber aber keineswegs traurig.
Unabhängig wie es kommt, interessantes Novum diese kurze, schnelle Runde. Ohne jetzt zu gucken was für Rundenzeiten die Formel1 auf bestimmten historischen, kurzen Strecken hatte, denke da unter anderem an die Avus, könnte es rein von der gefahrenen Zeit her die kürzeste Runde der gesamten Formel1-Historie geben? Weiß das spontan jemand?
PS: Krass, das auch mrky immer noch hier ist. Auch 2020 noch einige alte Hasen hier.
Russell wäre einfach Hammer. Finde er hat sich bisher nahezu tadellos präsentiert auf der Strecke, von seltenen Aussetzern wie zuletzt in Imola mal abgesehen. Auch wenn seine Teamkollegen bisher "nur" ein gehandicapter Kubica und der durchschnittliche Latifi waren und der Williams schon mit einem gewissen Abstand das schwächste Auto im Feld ist seit 2019, hat er bisher vor allem durch starke Leistungen im Qualifying auf sich aufmerksam gemacht. Viel besser kann man sich nicht, so weit ich das aus Ferne beurteilen kann, gegenwärtig in diesem Boliden präsentieren. Salopp gesagt, nachdem er über zwei Jahre mit dieser Krücke arbeiten musste, hat wer wenn nicht er es verdient, sich mal mit wettbewerbsfähigem Arbeitswerkzeug präsentieren zu dürfen? Rein sportlich wäre ihm das zu gönnen.